Armer König Ludwig XVI.: Bevor die Guillotine seinem Leben im Jahr 1793 ein rasches Ende bereitete, war es ihm als einzigem König im 18. Jahrhundert gelungen, einen Krieg gegen England zu gewinnen. Über 200 Jahre später rotiert Ludwig im Grab mit Sicherheit wie ein gegrilltes Bressehuhn. Diesmal stehen die Englänger wieder vor Versailles. Besser gesagt ein Engländer mit losem Mundwerk, der als aufbrausend gilt und schon Handgreiflichkeiten mit seinen Untertanen ohne Schäden überstanden hat: Gordon Ramsay. Der Megachef (11 Restaurants in London, 8 in anderen Ländern, 3 TV-Programme) hat sich im Trianon Palace Hotel vor den Toren Versailles niedergelassen, um dort sein neues Restaurant zu eröffnen. Bisher hat er das Herz der Gourmets gemieden, servierte französisches Essen nnur für reiche Londoner, nun greift er Frankreich an. Vive la Revolution!
Das Bild stimmt: Ramsay attackiert gerne, er ist ein jähzorniges Raubein, ein proletarischer Anführer. Der gebürtige Schotte wuchs im Shakespeare-Städtchen Stratford-upon-Avon auf. Einst Verteidiger bei den Glasgow Rangers, hat er als Chef de Cuisine die große Karriere gemacht, die ihm als Fußballprofi versagt geblieben ist. Arsenal hatte den 1,90 Meter großen Oxford-Studenten getestet, aber nicht engagiert.
"Raubein Ramsay nein, ich bin nicht streng, ich bin nur sehr genau.
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