Produkttipp

Foie Gras D'Oie

Ausgewählte Gänsestopfleberstücke werden gewürzt und zu einer feinen Terrine der Qualitätsstufe Bloc verarbeitet.
Ein homogenes Schnittbild und die zart schmelzende Konsistenz zeichnen diese Produkt aus. Ein natürlicher feiner Geschmack, der die Handschrift der Köche Pèrigord trägt. Auch als kulinarisches Präsent ist diese Terrine immer gern gesehen.

Inhalt: 50 g
Preis : EUR 8,70

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Philadelphia: Das bessere New York

Donnerstag, 5.32 p. m.: Auf der Market Street, der Achse quer durch das mehr als 300 Jahre alte historische Zentrum Philadelphias, flirrt es. Die Sonne stachelt die Lebenslust der Flaneure an, die Temperaturen machen Lust auf eine prickelnde Abkühlung. Da kommt „The Franklins Fountain“ gerade recht: Er ist zwar ein Brunnen, allerdings keiner, in dem man die vom Spazieren glühenden Füße abkühlen kann – sondern ein 100 Jahre alter Sodawasserspender, in dem nach ihm benannten Salon. Eric und Ryan Berley verwenden ihn immer noch, um ihren Gästen in dem mit Apothekenmöbeln eingerichteten Lokal Sodawasser – je nach Jahreszeit – in verschiedenen Geschmacksrichtungen aufzuwarten. Oder auch den einen oder anderen Ice Cream Sundae – aber den lassen wir im Hinblick auf das bevorstehende, hoffentlich den Magen füllende Abendprogramm einstweilen aus.

8.02 p.m.: Wir haben uns die Delaware River Waterfront entlang Richtung Süden vorgearbeitet und sitzen nun im „Moshulu“ – besser gesagt: auf dem. Denn das Restaurant befindet sich auf dem größten noch schwimmenden Viermaster der Welt. Nicht der einzige Superlativ: Krabben in gepfefferter Portweinsauce und Rind mit gerösteter Ananas … Knapp 60 Dollar pro Person sind für dieses Dinner in diesem Ambiente mit Blick auf Stadt und Fluss geradezu ein Flohmarktpreis.
10.47 p.m.: Für einen Absacker haben wir uns noch nach Norden aufgemacht, in die Northern Liberties, die noch den Touch der Heimat der Arbeiterklasse haben, nun aber langsam als Musiker- und Künstlerviertel hip werden. Aus dem einen Drink werden drei und auf dem Heimweg können wir uns im Taxi schon nach drei Blocks nicht mehr an den Namen der Bar erinnern – aber die coolen Rhythmen der Underground-Music gehen uns lange nicht aus dem Kopf.

Fazit nach dem ersten Tag: Warum nach New York? Philadelphia ist ja der Ursprung der USA, hier wurde 1776 die Unabhängigkeitserklärung verkündet und elf Jahre später die Verfassung beschlossen. Es scheint, als stünde die Stadt zu Unrecht im Schatten New Yorks und Washingtons, aber auch, als würde sie nun selbstbewusst aus diesem heraustreten. Das werden wir in den nächsten zwei Tagen überprüfen. Vor allem kulinarisch.
Freitag, 9.12 a.m.: Drei Kilo zunehmen in drei Tagen? Das haben wir uns genehmigt und mit dem heutigen Pogramm besteht die Gefahr, dass wir das Limit schon diesen Abend erreichen. Mit der Liste der neuesten Top-restaurants machen wir uns auf den Weg. „The Citys best Restaurant“ schreibt das Philadelphia Magazin über das RAE in der Arch Street, dem neuesten Gourmettempel des vielfach ausgezeichneten Gastronomen Daniel Stern. Der erste Blick auf die Karte erstaunt: Zwiebelringe, Hamburger? Trotz des erst frühen Mittags probiert. Nun, unsereins käme ja nie auf die Idee, dieses Gericht auf dem Teller Hamburger zu nennen. Nur fällt uns kein dieser Eleganz entsprechender Name ein, weil uns das Beef Tenderloin mit Schalotten-Pancakes in Rotweinsauce sprachlos macht. Dazu jeder noch zwei Glas „Gruner Veltliner“ vom „Huber Hugo“ aus Niederösterreich (!), den wir auf der Karte entdeckt haben … Knappe 70 Dollar und (wegen des Weins) ein paar Sorgen leichter machen wir uns auf den Weg.
3.30 p.m.: Wir spazieren durch den Independence National Historical Park, sozusagen die Gründungsstätte der USA. Natürlich nicht uninteressant, aber zugegeben: Uns verschlägt es hierher, weil wir in die angrenzende Chestnut Street wollen – zum nächsten gastronomischen Superlativ: Stephen Starr’s Buddakan gilt als eines der 50 Toprestaurants in den USA. Kreativität ist hier angesagt: Zu (nicht müffelnden) Füßen einer großen Buddhastatue und neben einem Wasserfall mitten im Raum vertiefen wir uns in ein Mahl, das Strömungen aus Japan, Vietnam, Thailand und Indien vereint. Angry Lobster (hat uns gar nicht böse gemacht) und Lammrippchen zergehen mit noch nie erlebten Aromavariationen auf der Zunge, die Rechnung mit knapp über 200 Dollar nicht ganz so – allerdings macht die Flasche Reiswein (aus der großen Auswahl nahmen wir nicht den billigsten!) gut die Hälfte der Rechnung aus. Wir fühlen uns kugelrund und rollen ohne Gutenachtdrink direkt ins Bett. Schließlich wartet noch ein Esstag auf uns.
Samstag, 10.12 a.m.: Ein Bummel durch den ältesten und größten noch bestehenden Markt der USA – den 125 Jahre alten Italian Market – macht doch tatsächlich wieder Appetit. Wir sind am Rittenhouse Square gelandet, benannt nach einem berühmten Astronomen und Sohn dieser Stadt. Die Zahl der Gastgärten direkt auf den Straßen scheint fast ebenso groß wie die der Sterne am nächtlichen Himmel am Abend zuvor. 164 sind es in diesem Viertel und wir beschließen, auf gut Glück eines der Lokale auszuprobieren. Zwei Blocks weiter begegnet uns während der Suche – wer die Wahl hat, hat die Qual – das Alma de Cuba. Der Name ist aus dem Restaurantführer bekannt, also ist die Entscheidung gefällt. Und leider falsch. Samstagmittag geschlossen. Na gut, wir wollten ohnehin auch ausprobieren, was in Deutschland die Currywurst, in Österreich die Schnitzelsemmel und in London Fish & Chips sind: Das Nationalgericht im Gassenverkauf ist in Philadelphia das Cheesesteak, ein dünnes Rib-Eye-Steak auf Zwiebeln und Käse in Weißbrot. Unser Urteil: Schade, dass es das bei uns nicht gibt, es wäre eine tolle Alternative zu Bratwurst und Kebab.

6.45 p.m.: Bistro Romano, wieder ganz im Osten der Stadt am Delaware River. Der Abend ist mehr als spektakulär. Schon das Haus hat Geschichte: Erbaut um 1700 von einem reichen Händler, wurde es später U-Bahn-Station und irgendwann ein Lagerhaus, nun ist es ein Restaurant. Mit Geschichte(n). Jeden Samstag beim Mystery Dinner: Zu ausgezeichneter Minestrone, Lachs und Huhn gibt es um 43 Dollar auch noch Theater dazu – rund um den Gast und mit dem Gast.
11.35 p.m.: Letzter Abend und weil wir gerade in der Gegend sind, schauen wir rein ins Penn’s View Hotel, genauer gesagt in einen Teil davon: „Il Bar“ ist angeblich die Bar mit der größten Weinauswahl der Welt. Also, wir haben uns bemüht, aber es nicht geschafft, diese Behauptung zu überprüfen, aber auch nicht, sie zu widerlegen… Kurz vor dem Ende des langen Abends fanden wir dann noch die treffende Bilanz für unseren Philadelphia-Trip: Dass der langweilige Streichkäse bei uns ausgerechnet den Namen dieser Stadt trägt, ist erstens unverständlich und zweitens ungerecht!

StadtTrip

Anreise: Tägliche Flugverbindung von Frankfurt und München. Vom Flughafen ist man mit dem Taxi in 15 Minuten im Zentrum (20 Dollar), um 8 Dollar gibt es aber auch einen Shuttle. Die Bahnlinie R1 fährt jede halbe Stunde zwischen Zentrum und Flughafen
(5,50 Dollar).
Weblinks: http://www.philadelphiausa.travel: Das Tourismusbüro mit umfangreichem Restaurantführer
http://www.uwishunu.com: Detaillierter Szene-Führer und Veranstaltungskalender, gestaltet von Bloggern
http://www.philadelphia.com: Kommerzielle Philadelphia-Seite, auf der man gleich sein Hotel buchen kann.
Kontakt: Fremdenverkehrsamt Philadelphia in Deutschland: +49(0)69/ 255 38-250

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