Produkttipp

Foie Gras D'Oie

Ausgewählte Gänsestopfleberstücke werden gewürzt und zu einer feinen Terrine der Qualitätsstufe Bloc verarbeitet.
Ein homogenes Schnittbild und die zart schmelzende Konsistenz zeichnen diese Produkt aus. Ein natürlicher feiner Geschmack, der die Handschrift der Köche Pèrigord trägt. Auch als kulinarisches Präsent ist diese Terrine immer gern gesehen.

Inhalt: 50 g
Preis : EUR 8,70

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Briatores Superclub

BIOGRAFIE

Flavio Briatore wird am 12. April 1950 geboren und wächst als Sohn eines Lehrerehepaares nahe Turin auf. Nach der Schule versucht er sich erst einmal in einer Reihe von verschiedenen Berufen: angeblich war er Landvermesser, Skilehrer, Barkeeper und auch Börsenmakler. Als Spekulant in Mailand lernt er den Textilunternehmer Luciano Benetton kennen, der ihn beauftragt, die Marke Benetton in den USA aufzubauen. Innerhalb von fünf Jahren eröffnen in den Vereinigten Staaten 750 Filialen - dieser Erfolg war der Grundstein für seinen Reichtum.

Es war eine Mutprobe. Tatsächlich! Doch der Trieb, einmal zumindest in die Atmosphäre eines ganz Großen des Highlifes, eines der absoluten Toppromis dieser Welt einzutauchen – einmal anfassen zu können, was er trägt; einmal das Leder seiner Schuhe riechen zu können; einmal den Stoff, aus dem seine Anzüge sind, sanft zwischen den Fingerspitzen reiben zu können –, diese unbezähmbare Neugierde war stark genug, diese Grenze zu übertreten. Die ja eigentlich nur die Türe eines Geschäftes war und doch die Schwelle in eine andere Existenz: Willkommen im Leben von Flavio Briatore, das einer Umfrage zufolge 67 Prozent aller italienischen Männer führen wollten, wenn sie bloß könnten. Und das, obwohl der schon 57 Jahre alt ist. Aber nicht nur die Italiener wissen, dass Briatore als Playboy noch immer nicht in die Jahre gekommen ist: Formel-1-Teamchef, Besitzer des „Clubs Billionaire“ an Sardiniens Costa Smeralda und der manchmal auch dort liegenden, drei Stockwerke hohen 65-Meter-Yacht, eines Penthouse in London, eines Anwesens in Kenia mit elf Zimmern und vier Swimmingpools… Und damit überall dort Residenzen hat, wo ich noch nicht war – aber dazu später. Immerhin stand ich nun, dank meines Mutes, inmitten des im Londoner Edelstadtteils Chelsea (wo sonst?) gelegenen Shops von „Billionaire Couture“ – die von Briatore geschaffene Bekleidungsmarke, mit der „sich endlich einmal jemand um die Millionen von Millionären auf dieser Welt kümmert“, wie er selbst sagt.

Ganz aufgegangen ist die Mutprobe dann doch nicht: Wer traut sich schon unter den bemüht freundlich fragenden, gerade deswegen aber scheelen Blicken des Personals Schuhe aus Engelshaileder zu 1600 Euro, einen Mantel zu 9000 Euro oder ein simples Jeanshemd zu 1000 Euro zu begrapschen, die vielleicht ja schon einmal Stammkunden wie David Beckham oder Paul McCartney anprobiert haben? So weit reichte mein Mut dann doch nicht. Noch! Denn der kam wieder, nachdem sich die Idee verfestigt hatte, für „GourmetReise“ doch einmal das kulinarische Angebot des „Billionaire Clubs“ unter die Lupe zu nehmen. Schließlich kann man nicht davon ausgehen, dass jemand wie Briatore – immerhin Liebhaber der teuersten Models der Welt wie Naomi Campbell und sogar Vater von Leni, der Tochter von Heidi Klum – ausgerechnet kulinarisch bescheiden gibt.

Eine Erwartung, die sich voll und ganz bestätigen sollte. Auf den in der ganzen alten, innen komplett umgebauten mehrstöckigen Villa in Porto Cervo verteilten eleganten Sofas räkeln sich braun gebrannte schöne Menschen, selten in trauter Zweisamkeit, sondern vorwiegend in fröhlichen Runden, am Pool sonnen sich die Gäste in der nächtlichen Disco-Beleuchtung, allerdings nicht auf den altbekannten Klappliegen, sondern auf teuren, dicken Teppichen oder richtigen Betten. Sie verschwinden in Kuschelecken, shaken über die Tanzflächen, stehen an den strohgedeckten Bars und schlürfen ihre Gläser leer, die umgehend aus den „Methusalem“-Champagnerflaschen nachgefüllt werden.

Im Zwischenstock bringt der Bass des Technosounds den Brustkorb zum Beben und, wie man hört, oft auch den so stark behaarten (und gerne hergezeigten) des Hausherrn selbst, der sich gerne in der Runde der Schönsten und Reichsten gesellt, zu denen er sich ja selbst zählt: Denzel Washington oder Phil Collins, Rod Stewart, Eva Cavalli und Lenny Cravitz und die vielen Models, die sonst über die Laufstege der Modewelt stöckeln, hier aber stolz in Flavios Arm posieren, irgendeinen sündhaften Cocktail in der einen Hand und die andere in seinen Brustdschungel vergraben. All den Berühmtheiten gibt der Testosteronprotz manchmal auch noch eine Führung durch seine im nahen Hafen liegende Yacht: 65 Meter lang und drei Stockwerke hoch, nimmt sich die „Force Blue“ aus wie eines dieser durchs Mittelmeer schippernden Kreuzfahrtschiffe. Von außen. Innen nicht. Da kommt selbst die Queen Elizabeth II nicht mit. Es dominieren edelste Hölzer in den feinsten Wohnlandschaften, in denen man sich von den Anstrengungen der ausschweifenden Partys erholen kann oder von etwaigen Workouts im weitläufigen Fitness- und Wellnessbereich. Und dann soll es an Bord noch diesen sagenhaften Champagner- und Weinkeller geben, in dem die besten Tröpfchen dieser Erde lagern, deren Wert locker den eines Autos übersteigen. Kann man ein Schiff überhaupt unterkellern? Na ja, bei 40 Millionen Dollar Anschaffungspreis muss auch das drinnen sein.

Man versteht dann, warum er sein altes Boot verkauft hat. „Lady in Blue“ – mit der Farbe hat er es, sie dominiert sein Formel-1-Team und die im Londoner Shop verkauften Anzüge, tönt die Gläser seiner Sonnenbrillen usw. – war mit 52 Metern vermutlich zu klein. Denn erst ab einer Länge von 60 Metern fällt man in die oberste Klasse der auf Sardinien jüngst eingeführten Luxussteuer: 15.000 Euro sind für so einen Kahn pro Jahr fällig. Seinen Protesten gegen die Einführung nach zu urteilen, schmerzte das sogar Briatore, aber offenbar nicht so sehr wie die Angst vor dem Ruf, bei der Steuer auf Luxus zu knausern.

Also hat er in Kenia gleich noch eins draufgelegt. Da hat er sich einen Landsitz, oder wie er seinen Palast auch immer nennen mag, mitten ins Land gestellt: 50 Angestellte kümmern sich im „Lion in the Sun“ um das Wohl des Edelmannes und seiner Gäste, kredenzen feinste Drinks und erlesene Mahlzeiten, halten die elf Zimmer in Schuss und kümmern sich um die vier Swimmingpools. Von Geiz also keine Spur, zumal Briatore das Anwesen ja auch gerne mit dem „Fußvolk“ teilt: Gegen entsprechendes (wie viel ist das?) Entgelt kann man sich dort in den Lebensstil des Paparazzi-Lieblings einkaufen. Für ein paar Tage oder Wochen halt.

Wieder an Land und im „Billionaire“. Das Design der Einrichtung wird jede Saison geändert, was sich bei einem Umsatz von rund sechs Millionen Euro zwischen Juni und September des letzten Jahres durchaus rentiert, für den täglich bis zu 1000 Gäste verantwortlich zeichnen. „Die Leute haben sich noch nie beschwert, dass bei uns eine Flasche Champagner 1000 Euro kostet. Sie beschweren sich nur, wenn sie nicht reinkommen“, lacht der schon mehr als angegraute Lockenkopf. Stimmt, Geld scheint hier keine Rolle zu spielen. 100 oder gar 170 Euro kostet es, überhaupt erst einmal das Reich der Reichen betreten zu dürfen. Ein Aperitif um 60 Euro, Champagner zu Hummer und Kaviar – in einer Runde kommt da bald einmal eine Rechnung über 10.000 Euro zusammen.

Aber was sind die schon im Vergleich zu den 90.000 Euro, die ein Reeder in Briatores Shop in London binnen drei Stunden für Kleidung ausgegeben haben soll?

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